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Netzhautoperationen

Als Pars Plana Vitrektomie (ppV) wird die Operation zur Entfernung des sogenannten Glaskörpers bezeichnet.  Der Glaskörper füllt den Raum zwischen der hinteren Augapfelwand  und der Augenlinse vorne aus. Er hat dabei Verbindungen zu der Innenfläche der hinteren Augapfelwand. Diese wird auf der Innenfläche von der Netzhaut wie eine Tapete ausgekleidet. Der Glaskörper ist ein gelartige, durchsichtige Masse, die überwiegend aus Wasser besteht und ein Volumen von ungefähr 4 cm³ hat. Der Glaskörper ist im folgenden Bild rot dargestellt.

Bestehen in diesem Glaskörper Veränderungen wie Einblutungen, Trübungen oder Membranen kann hierdurch das Sehen beeinträchtigt sein. Eine Entfernung des Glaskörpers mit seinen krankenhaften Veränderungen und der gleichzeitige Ersatz durch eine wässrige Lösung, die in ihrer Zusammensetzung dem Augeninnenwasser entspricht, kann in diesen Fällen das Sehen wieder ganz oder teilweise herstellen.

Die Operation wird in der Regel stationär in örtlicher Betäubung durchgeführt, seltener wird eine Vollnarkose benötigt. 

Ablauf der Operation

Zur Entfernung des Glaskörpers müssen 3 Öffnungen durch die Sklera des Auges angelegt werden. Die erste Öffnung dient zum Anschließen einer Infusion, die den Augenapfel in dem Maß, wie der Glaskörper entfernt wird, wieder mit Flüssigkeit auffüllt. Über die zweite Öffnung wird ein Lichtstab eingeführt, damit Licht in das Augeninnere gelangt. Über die dritte Öffnung werden Instrumente  eingeführt, die zur Entfernung des veränderten Glaskörpers benötigt werden, wie Saug-Schneide Instrumente, Pinzetten und Scheren.

Der Durchmesser der benutzten  Instrumente liegt unter 1mm und hat sich in den letzten Jahren weiter vermindert. Wir benutzen im Westpfalzklinikum als Standardeingriff eine 23 G- PPV oder 25 G-PPV durch. Dies bedeutet, dass der Durchmesser der Instrumente unter 0,6 mm beträgt. Damit die Instrumente problemlos gewechselt werden können, setzen wir kleine Metallhülsen ein, durch die die Instrumente in das Augeninnere eingeführt werden. Diese sind auf dem Foto rechts zu sehen, von einer 25 G Vitrektomie aus einem unserer Operationssäle.

Werden am Ende der Operation die Hülsen entfernt, verschließen sich die Öffnungen wieder ohne dass genäht werden muss. Dadurch ist die Heilungszeit nach der Operation nur sehr kurz und es entsteht nach der Operation  kein Fremdkörpergefühl durch eine Naht.

Die Operation kann häufig in örtlicher Betäubung  durchgeführt werden.